Heidiseum - Exhibition

Unser Anspruch

Die Ausstellungsarbeit bildet einen zentralen Schwerpunkt des Kulturerbe-Projekts „Heidiseum – The Heidi Heritage Project“. Die Grundlage dieses Tätigkeitsbereichs basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der interdisziplinären Johanna Spyri- und Heidi-Forschung. In Kooperation mit Promuseo werden Konzepte für wechselnde Themen- und Pop-Up-Ausstellungen erarbeitet und unter Einbezug von internationalen Künstlern und Künstlerinnen gestalterisch und kreativ umgesetzt.

Der Maßstab und das Fundament der musealen Arbeit des Heidiseums sind authentische Dokumente und Artefakte, fundiertes Fachwissen und eine ästhetisch ansprechende wie hintergründige Präsentation. Das Credo des Heidiseum ist eine erlebnisorientierte Wissensvermittlungen des Kulturguts Heidi. Das Heidiseum möchte die facettenreiche und hochspannende, vielmals öffentlich noch weitgehend unbekannte, weitläufige Landschaft der Spyri- und Heidi-Welt einem breiten und internationalen Publikum bekannt machen.

In den vergangenen Jahren sind die Ansprüche an Gestaltung und Technik von Ausstellungen stetig gestiegen, auch weil Sonderausstellungen immer stärker in den Fokus rücken. Für Museen kann das zu einer Herausforderung werden, denn logistische und finanzielle Kapazitäten können dadurch schnell ansteigen.

Aufgrund dieser Herausforderungen hat das 2003 gegründete Promuseo ein innovatives Ausstellungskonzept erarbeitet, das eine größtmögliche gestalterische Freiheit in der Umsetzung von Ausstellungen gewährleistet. Dieser Anspruch an Technik und Know-how wird dem Heidiseum als Kooperationspartner zur Verfügung gestellt.

Jede von Promuseo begleitete Ausstellung wird sorgfältig geplant. Darüber hinaus haben konservatorische Bedingungen und die Sicherheit unserer Objekte oberste Priorität. Die Vitrinen von Promuseo spiegeln die hohen Anforderungen und Standards unserer Ausstellungen wider.

Diese müssen zum einen konservatorische und sicherheitstechnische Anforderungen erfüllen und zum anderen flexibel einsetzbar sein. Hierfür hat Promuseo ein eigenes modulares Vitrinensystem entwickelt, darunter klimatisierte Museumsvitrinen und spezielle Themenvitrinen mit integrierter Alarmsicherung. Promuseo arbeitet seit 2018 mit der Firma MBA zusammen, was eine komplette Ausstellungsarchitektur ermöglicht, wie sie für unsere weltweiten Ausstellungen beansprucht wird.

Juli – September 2022

Heidi – Ich höre die Schritte des Kindes
9. Juli bis 16. September 2022 in Hamamatsu, Japan
Heidi Ausstellung Japan

Am 9. Juli 2022 wird im Hamamatsu Municipal Museum of Art in Japan auf über 600 m² eine hochkarätige Heidi-Ausstellung mit Exponaten internationaler Leihgeber eröffnet. Das Heidiseum wird wertvolle Dokumente, darunter zwei Briefe von Johanna Spyri, die Erstzeichnungen von Friedrich Wilhelm Pfeiffer von 1880, Übersetzungen sowie weitere Dokumente aus seinem Heidi-Archiv beisteuern.

März – Oktober 2022

Schatten und Licht
Heidis Erfolgsgeschichte in Israel – Eine Spurensuche 
23. März bis 16. Oktober 2022 in München

Heidis Welt sind die Berge ― und diese sind weltweit zum Sehnsuchtsort für unzählige junge Leserinnen und Leser geworden. Auch in Israel fand Heidi ihre „Bühne“. Die Schweizer Autorin Johanna Spyri hat mit „Heidi“ (1880) den letzten großen Heimat- und Heimwehroman Europas geschrieben, der weltweit und so auch in Palästina und dem späteren Israel die Jugenderinnerungen unzähliger Menschen geprägt hat. Die Motive, die in „Heidi“ zur Sprache kommen waren für die junge Leserschaft von großer emotionaler Bedeutung und identitätsstiftend. 1946 erstmals ins Hebräische übersetzt, erscheint Spyris Roman zu einer Zeit, in der die Themen Heimat, Heimatverlust und Neubeginn höchst relevant waren. Die Ausstellung nimmt Besucherinnen und Besucher mit auf eine Zeitreise durch die jahrzehntelange Rezeptionsgeschichte des Schweizer Kinderbuchklassikers aus einer jüdischen Perspektive heraus.

Begleitet wird die Ausstellung von einer Foto-Installation des israelischen Künstlers Niv Fridman.

Eine Ausstellung des Heidiseum in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München.

Januar – Oktober 2021

Schatten und Licht
Heidis Erfolgsgeschichte in Israel – Eine Spurensuche 
7. September 2021 – 17. Oktober 2021
Kilchberg

Heidi ist der letzte große Heimat- und Heimwehroman. Auch in Israel hat er die Jugenderinnerungen vieler Menschen geprägt. Die erste hebräische Gesamtübersetzung von Heidi erschien 1946 in Palästina – zwei Jahre vor der Staatsgründung und zu einer Zeit, als das Thema Heimat höchst relevant war. Seitdem gehört der Roman auch in Israel zum Kanon der klassischen Kinderliteratur mit einer beachtlichen Verlags-, Übersetzungs- und Illustrationsgeschichte.

Heidis Meisterzeichner –
Eine Begegnung zwischen den Welten
5. DEZEMBER 2019
Gotha

Im August 2019 wurde in einem privaten Treffen im Nationalmuseum Zürich Geschichte gezeichnet. Dem berühmten Meisterzeichner und Vater der weltbekannten japanischen Heidi-Figur von 1974, Yōichi Kotabe, wurde anlässlich der ihm dort gewidmeten Ausstellung «Heidi from Japan» die Original-Entwürfe der ersten Heidi-Darstellung der Welt von Friedrich Wilhelm Pfeiffer (1822–1891) gezeigt. Tief berührt von dieser künstlerischen Begegnung zeichnete Kotabe zu diesen Entwürfen als Reaktion drei Heidi-Bilder und schlug damit eine Brücke in die Vergangenheit. In diesen einzigartigen Dokumenten der Illustrationsgeschichte begegnen sich zwei Künstler aus zwei Kulturen aus zwei Jahrhunderten auf Augenhöhe. Kotabe hat mit seinen Zeichnungen Pfeiffers Heidi zurück in die Gegenwart geholt.