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Heidi-Archiv

Johanna Spyri hat sich über die Entstehungsgeschichte von «Heidi» nie öffentlich geäußert. Sie hat sich ihren eigenen Mythos geschaffen, indem sie ihre Briefe von ihren Empfängern zurückverlangte und testamentarisch die Vernichtung all ihrer Unterlagen verfügte. Weder hat sie der Nachwelt eine Autobiographie hinterlassen wollen, noch wissen wir, ob das Manuskript von «Heidi» heute noch existiert oder ob es durch einen Bombenangriff 1944 im Verlagsarchiv in Stuttgart zerstört wurde.

Glücklicherweise sind zentrale Dokumente aus verschiedenen Nachlässen und Sammlungen erhalten geblieben, die in das Heidi-Archiv Eingang gefunden haben. Das Heidi-Archiv unterhält eine außergewöhnliche Sammlung einzigartiger Dokumente zum Thema «Heidi», sodass sich aus diesem Bestand die weltweite Übersetzungs-, Rezeptions- und Wirkungsgeschichte von «Heidi» im 19. und 20. Jahrhundert ablesen lässt. Die Einzigartigkeit manifestiert sich in der kohärenten Zusammensetzung der Sammlung in ihrem historischen Schwerpunkt. Das Archiv beherbergt Sammlungen und Nachlässe in folgenden Bereichen: Originalillustrationen, Dokumente und Korrespondenzen zwischen Johanna Spyris Erben und den Verlegern, seltene frühe Heidi-Übersetzungen aus über 20 Sprachen mit Erstausgaben und Widmungsexemplare. Die Hebraica-Sammlung stellt weltweit die einzige geschlossene Sammlung aller hebräischsprachigen Heidi-Ausgaben von 1946 bis heute dar.

Bestand der Originalillustrationen

Friedrich Wilhelm PfeifferIm Konvolut «Friedrich Wilhelm Pfeiffer» werden die Original-Zeichnungen des Münchner Malers Friedrich Wilhelm Pfeiffer (1822–1894) aufbewahrt. Zwei Monate nach Erscheinen der Erstausgabe von «Heidi» zu Weihnachten 1879, wandte sich die Autorin an den Maler mit der Bitte, ob er die Aufgabe übernehmen wolle, ihre Bücher «Aus Nah und Fern», «Heimatlos» und «Heidi´s Lehr- und Wanderjahre» erstmals zu illustrieren.

Pfeiffers Bildentwürfe zu «Heidi» wurden in elf Auflagen der deutschen Originalausgabe abgedruckt und prägten das ikonische Bild von Heidi. «Die in diesen drei Strichätzungen gezeigten Szenen werden in den folgenden hundert Jahren in zahlreichen Ausgaben immer wieder aufgenommen» (Charlotte Tschumi: Zur Geschichte der „Heidi“-Illustrationen, in: Ernst Halter (Hg.): Heidi – Karrieren einer Figur. Zürich 2001, S. 28). Er hat „zentrale Begebenheiten aus der Geschichte visualisiert“ und damit die Ikonographie von Heidi maßgeblich beeinflusst, so Dr. Joachim Hesse, Leiter der Graphischen Sammlung der Zentralbibliothek Zürich. Pfeiffers Bilder wurden unverändert in acht Übersetzungen, die zwischen 1882 und 1886 erschienen sind, aufgenommen. Die Originalentwürfe des Künstlers sind einzigartige Dokumente, die im direkten Austausch mit der Heidi-Autorin Johanna Spyri entstanden sind und von ihr autorisiert wurden.

Pfeiffer Illustration
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Heidiseum steffensen
Lola Anglada Buchcover

Bestand ausgewählter Heidi-Übersetzungen und Adaptionen

Hollywood, Kinowerbung und Filmprogramme

Animation & Heidi-Manga

Heidi-Werbung der Vergangenheit

Impressionen

 

 

 

Am 7. Oktober 2022 hat eine Forschungsgruppe aus Japan verschiedene wertvolle Dokumente aus dem Heidi-Archiv vorgestellt bekommen, die für eine Heidi-Ausstellung in Tokyo verliehen werden sollen.